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Schule – Ausbildung – Beruf

Bildung stellt die zentrale Rolle für die Realisierung einer umfassenden Teilhabe an der Gesellschaft dar. Zur Gewährleistung eines gerechten Zuganges zu Bildungsmöglichkeiten für alle Menschen mit Behinderung fördern wir

  • Maßnahmen im Übergang Schule – Beruf,
    z. B. Projektwochen und Qualifizierungsmaßnahmen an Förderschulen;
  • Workshops, Informationsveranstaltungen.

Arbeit bedeutet, selbstbestimmt zu leben und Teil der Gesellschaft zu sein. Tatsache ist jedoch, dass die Arbeitslosenquote von Menschen mit Behinderung weit über dem Bundesdurchschnitt liegt. Für sie ist es häufig nicht einfach, eine dauerhafte Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu finden.

Deshalb wollen wir die Chancen bei der Arbeits- oder Ausbildungsplatzsuche erhöhen und unterstützen durch

  • den Auf- und Ausbau von Integrationsunternehmen bzw. -abteilungen;
  • den Auf- und Ausbau von Beschäftigungsprojekten als niederschwelliges Angebot im Bereich geringfügige Beschäftigung/Hinzuverdienst;
  • Fortbildungsmaßnahmen.

Projektbeispiel:

Qualifizierung von Menschen mit einer geistigen Behinderung zu zusätzlichen Betreuungskräften in der Altenhilfe

Der Caritasverband für die Stadt Köln e. V. setzt sich mit seinen vielfältigen Diensten und sozialen Angeboten für Menschen in der Stadt ein, die Hilfe brauchen. Er engagiert sich in den Bereichen Alten- und Krankenhilfe, Behindertenhilfe, Jugend- und Familienhilfe sowie in der Integration für ein gerechtes und soziales Köln.

Seit über 40 Jahren bietet der Träger Menschen mit Behinderung Beschäftigungsmöglichkeiten in unterschiedlichen Arbeitsfeldern. In den Werkstätten und in Außenarbeitsplätzen sind aktuell rund 800 Menschen für externe Auftraggeber tätig. Die Werkstatt Caritas Wertarbeit kommt ihrem Auftrag auf vielfältige Weise nach und bietet ein breites Angebot an Berufsbildungs- und Arbeitsplätzen. Ziel aller Angebote ist, die individuellen Kompetenzen der einzelnen Beschäftigten herauszufinden, zu fördern und optimal einzusetzen, sodass ihnen die bestmögliche berufliche und persönliche Entwicklungsmöglichkeit gegeben wird.

Die Erfahrungen der Caritas Wertarbeit haben gezeigt, dass die langfristige Vermittlung von Menschen mit Behinderungen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt von einer entsprechenden beruflichen Qualifizierung abhängt. Um Menschen mit Behinderungen den Einstieg in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu ermöglichen, führt der Verein vom 01.2018 – 12.2019 eine Qualifizierungsmaßnahme durch. Diese richtet sich an ca. 12 Beschäftigte mit geistiger Behinderung aus den unterschiedlichen Werkstätten für Menschen mit Behinderungen sowie an Schulabgänger. Die Ausbildung soll die Teilnehmer dazu befähigen, als zusätzliche Betreuungskräfte in der ambulanten und stationären Pflege im Bereich Altenhilfe eingesetzt zu werden.

Zu Beginn der Qualifizierungsmaßnahme arbeiten die Teilnehmer entweder in einem internen Praktikum innerhalb der Werkstatt oder in einem externen Seniorenzentrum. In den ersten Monaten der fachlichen Qualifizierung wechseln die Teilnehmer auf einen betriebsintegrierten Arbeitsplatz. Zum Ende der zweijährigen Projektlaufzeit soll die Vermittlung in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis erfolgen.

Weitere Ziele der Qualifizierungsmaßnahme sind die Entwicklung einer beruflichen Perspektive für Menschen mit einer geistigen Behinderung sowie die Förderung des Selbstwertgefühls, die Sensibilisierung von Arbeitgebern für Arbeitnehmer mit Behinderung, die Schaffung von Strukturen im Bereich der Altenhilfe für einen inklusiven Arbeitsmarkt und die Stärkung der Kooperationen zwischen sozialen Trägern, Unternehmen der Altenhilfe und Werkstätten.

https://caritas.erzbistum-koeln.de/caritas-wertarbeit/index.html

Gründung eines Instituts für inklusive Bildung in Nordrhein-Westfalen

Die Institut für Inklusive Bildung Nordrhein-Westfalen gemeinnützige GmbH qualifiziert Menschen mit Behinderungen zu Bildungsfachkräften, damit diese als Experten in eigener Sache vielfältige Bildungsangebote realisieren können.

Im Zuge wachsender Inklusionsansprüche treten vermehrt Menschen im beruflichen Kontext nunmehr auch mit Menschen mit Behinderungen in Kontakt. Sie sind gefordert, eine professionelle Beziehung zu gestalten. Doch selbst engagierte Lehr-, Fach- und Führungskräfte fühlen sich oft unsicher, unwissend oder unerfahren, da sie bislang kaum Handlungskompetenzen für die Zusammenarbeit mit Menschen mit Behinderungen entwickeln konnten.

Aus diesem Grund qualifiziert der Träger aktuell insgesamt sieben Menschen mit geistiger Behinderung im Rahmen einer dreijährigen Ausbildung zu Bildungsfachkräften für Hochschulen. Die Ausbildung findet an der Technischen Hochschule Köln statt. Anschließend sollen die Teilnehmer langfristig auf Arbeitsplätzen des allgemeinen Arbeitsmarktes eingesetzt werden, um Studierenden sowie Lehr-, Fach- und Führungskräften die individuellen Lebenswelten sowie die spezifischen Bedarfe und Fähigkeiten von Menschen mit Behinderungen zu vermitteln. Das Projekt richtet sich an Menschen mit geistiger Behinderung, die bislang in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen tätig waren. Es wird von 2018 bis 2021 durchgeführt.

https://nrw.inklusive-bildung.org/de/startseite-1

 

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