Direkt zum Inhalt

Mobilität – Barrierefreiheit

Mobilität und Barrierefreiheit sind wichtige Voraussetzungen für die selbständige und selbstbestimmte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Mobilität

Viele Menschen mit Behinderungen sind oft nicht in der Lage, ein eigenes Fahrzeug zu fahren oder die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Für den täglichen Weg zur Schule oder zum Arbeitsplatz, für Arztbesuche, Einkäufe, Behördengänge und Freizeitaktivitäten sind sie auf Fahrdienste angewiesen.

Um den Menschen mit Behinderungen diese Mobilität zu ermöglichen, fördern wir

  • die Anschaffung von Fahrzeugen von z. B. ambulanten Diensten, Wohneinrichtungen und Integrationsunternehmen;
  • den behindertengerechten Umbau von Fahrzeugen;
  • den Kauf von Transport- und Nutzfahrzeugen oder Anhängern von z. B. Integrationsunternehmen, Sportvereinen u. ä..

Zu beachten ist, dass wir lediglich die Erstanschaffung der Fahrzeuge unterstützen. Sämtliche laufenden Kosten sind vom Antragsteller zu tragen.
Geförderte Fahrzeuge sind mit dem Logo der Kämpgen-Stiftung zu versehen.

Barrierefreiheit

Barrierefreiheit bedeutet zum einen, dass die Umwelt, d. h. Gegenstände, Medien und Einrichtungen so gestaltet werden, dass sie von jedem Menschen unabhängig von einer vorhandenen Behinderung uneingeschränkt genutzt werden können.

Barrierefreiheit bedeutet darüber hinaus, dass das gesellschaftliche Bewusstsein gegenüber den Menschen mit Behinderungen sich verändert. Denn Behinderung entsteht aus der Wechselwirkung zwischen Menschen mit Beeinträchtigungen und einstellungsbedingten Barrieren, die sie an der vollen, wirksamen und gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft hindern.

Zur Sicherstellung von Barrierefreiheit fördern wir z. B.

  • notwendige Um- und Erweiterungsbauten, wie z. B. den Einbau von Rampen oder Aufzügen, die Installation von barrierefreien Sanitäranlagen;
  • technische Hilfsmittel wie z. B. Leitsysteme für Sinnesbehinderte, Kommunikationshilfen für nichtsprechende Menschen;
  • rollstuhlgerechte Zuwegungen;
  • behindertengerechtes Mobiliar und Inventar;
  • freie Zugangsmöglichkeiten zu Informationen (z. B. in Gebärdensprache, in Brailleschrift oder mit alternativen Kommunikationshilfen);
  • Informationsveranstaltungen und Aufklärungskampagnen.

 

Projektbeispiel:

Erstellung einer Kirchenführungs-Applikation in Leichter Sprache und in Gebärdensprache

Das Diözesanzentrum der Gehörlosenseelsorge im Erzbistum Köln, St. Georg ist eine Einrichtung der katholischen Kirche für Menschen mit und ohne Hörbehinderung. An der alten Romanischen Kirche St. Georg sind vielfältige Angebote für ein zeitgemäßes religiöses Leben, Kultur- und Bildungsveranstaltungen sowie Beratung und Freizeitmaßnahmen vorhanden, die für Menschen mit Hörbehinderungen durch besondere Hörhilfen zugänglich gemacht werden. Zudem werden spezielle Kulturveranstaltungen für Gehörlose angeboten, z. B. Gebärdenchor, Filmgespräche oder Führungen in Gebärdensprache.

Das Diözesanzentrum Sankt Georg hat 2017 eine Förderung der Kämpgen-Stiftung zur Erstellung einer Kirchenführungs-Applikation in Leichter Sprache und in Gebärdensprache erhalten. In Kooperation mit dem Förderverein Romanische Kirchen wird für die Kirche St. Georg ein dreifaches Programm entwickelt, das eine reguläre auditive Führung, eine Führung in Leichter Sprache sowie eine Führung per Video mit einer entsprechenden Verfilmung der gesprochenen Texte in die Deutsche Gebärdensprache beinhaltet.

Die Applikation richtet sich an Menschen mit einer Lern- oder Hörbehinderung, einer geistigen Behinderung sowie möglicherweise an Kinder und Jugendliche und soll auch diesen Zielgruppen die Kirchenführung zugänglich machen.

www.georg-koeln.de

 

weiter zum Förderschwerpunkt Ambulante Dienste – Selbsthilfe – Interessenvertretung